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Wundstarrkrampf / Tetanus

Tetanus gehört zu den Infektionskrankheiten, gegen die viele Kinder im ersten Lebensjahr mehrmals geimpft werden. Besonders in Ländern, in denen ein feuchtes und warmes Klima herrscht, ist der Wundstarrkrampf bei Babys eine mögliche Todesursache. In unseren Breitengraden hingegen kommt es bei Babys und Kleinkindern nur sehr selten zu Tetanus-Erkrankungen, geschweige denn Todesfällen. Das Bakterium Clostridium tetani löst die Erkrankung Wundstarrkrampf aus, allerdings nicht durch die Bakterienausbreitung als solches, sondern durch das Gift, welches die Bakterien bei ihrer Vermehrung im Körper bilden.

Zu finden ist der Erreger in der Erde. Buddelt man in der Erde oder berührt einen schmutzigen Gegenstand, können die Bakterien über kleine Verletzungen der Haut eindringen. Das Gift, welches die Bakterien bilden, ist ein Nervengift, das besonders am Rückenmark zur Wirkung kommt. Es bewirkt die charakteristischen Krämpfe, die der Krankheit ihren Namen gaben – Wundstarrkrampf.

Starke Krämpfe als Hauptsymptom

Tetanus.Wundstarrkrampf.Entstehung
© Henrie - Fotolia.com

Hat Clostridium tetani die Möglichkeit, sich im Körper auszubreiten, erscheinen nach zirka zehn Tagen die typischen Symptome für Tetanus. Im ersten Stadium erinnern Kopfschmerzen und Müdigkeit oft an einen grippalen Infekt; erste Anzeichen an den Muskeln können schnell übersehen werden. Dann folgen die starken Muskelkrämpfe. Durch Krämpfe der Gesichtsmuskulatur erinnert der Gesichtsausdruck an ein „Teufelsgrinsen“; auch der Kiefer kann durch einen Krampf bewegungsunfähig sein. Gleichzeitig ist durch starke Krämpfe der Nacken- und Rückenmuskulatur eine Überstreckung von Kopf und Rücken möglich. Ausgelöst werden solche Muskelkrämpfe durch akustische und optische Reize. Die Krämpfe können bei Tetanus so stark sein, dass es zu Knochenbrüchen oder Verrenkungen kommen kann. Auch ein Atem- oder Herz-Kreislaufversagen sind möglich.

Symptome lindern in der Behandlung

Wundstarrkrampf werden in der Behandlung vor allem die Symptome gelindert. Stark dosierte Antibiotika und weitere Medikamente dienen dazu, die weitere Verbreitung der Bakterien zu verhindern. Da gegen das Nervengift kein Medikament existiert, wird der Erkrankte intensivmedizinisch in einem reizarmen Raum überwacht. Trotz Behandlung sterben an Tetanus bis zu 30 Prozent der Betroffenen.

Als wichtigste Maßnahme wird die vorbeugende Impfung empfohlen, die beim Baby im zweiten, dritten und vierten Monat sowie im Alter von einem Jahr im Rahmen einer Grundimmunisierung stattfinden kann. Bis zum 18. Lebensjahr folgen zwei Auffrischungsimpfungen.

 

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