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Wenn die Brustwarzen schmerzen

Sie und Ihr Baby sind mittlerweile miteinander vertraut und ein eingespieltes Team, was Zeit und Rhythmus des Stillens angeht. Doch so langsam schmerzen die Brustwarzen und sind gerötet. Fast schon mit Widerwillen denken Sie an die nächsten Stunden, wenn Ihr Baby wieder nach der gestressten Brust verlangt. Mit Hilfe einiger Maßnahmen wirken Sie entzündeten Brustwarzen entgegen und lindern die Beschwerden.

Oft entstehen entzündete Brustwarzen, wenn das Baby nicht richtig angelegt wird. Lassen Sie sich diesen Vorgang noch einmal in Ruhe von Ihrer Hebamme oder der Stillberaterin zeigen. Den Mund des Babys lösen Sie von der Brustwarze, indem zuerst ein mögliches Vakuum gelöst und überflüssige Reizungen vermieden werden. Dazu schieben Sie sanft einen Finger zwischen Brustwarze und Babymund.

 

Mit einigen Tricks beruhigt sich das gereizte Gewebe wieder:

  • Gönnen Sie Ihrer Brust möglichst viel Luft
  • Nach dem Stillen verreiben Sie die letzten Tropfen Muttermilch auf den Brustwarzen und lassen sie an der Luft trocknen.
  • Vermeiden Sie Waschungen mit heißem Wasser. Hitze fördert Entzündungen.Reiben Sie nach dem Stillen die Brustwarze mit Wollfett oder Calendula-Salbe ein. Beide haben entzündungshemmende Eigenschaften und fördern die Wundheilung. Bevor Ihr Baby das nächste Mal trinkt, entfernen Sie aber mögliche Reste.
  • Auflagen mit abgekochten und kühlen Teebeuteln (Schwarztee) wirken abschwellend.
  • Fertigen Sie sich Quarkwickel an. Quark vereint gleich mehrere Eigenschaften, die entzündeten Brustwarzen entgegenwirken.  Es wirkt kühlend, abschwellend und entzündungshemmend. Dazu streichen Sie Magerquark etwa fingerdick auf eine Kompresse und legen diese auf die gereizte Brustwarze. Mit einem zusätzlichen Tuch decken Sie die Region ab und lassen den Wickel zirka 15 Minuten einwirken. Bei stärkeren Entzündungen erwärmt sich der Quark eventuell früher; sobald dies der Fall ist, wird der warme gegen einen neuen, kühlen Quarkwickel ausgetauscht.

Nicht zu Verwechseln mit Entzündungen der Brustwarze ist die Mastitis, eine Entzündung der Brustdrüsen, die oft einer ärztlichen Behandlung bedarf.

 


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1 Kommentar

  1. Ich habe selbst über zehn Jahre eine Stillgruppe geleitet und natürlich sind dabei die unterschiedlichsten Probleme zur Sprache gekommen. Es ist richtig, dass „falsches“ Anlegen zu Schmerzen führen kann. Umschläge mit Quark sind auch nicht verkehrt. Aber auch Stilleinlagen aus Wolle (auch in Kombination mit Seide) können helfen, weil die Brustwarze einmal durch das Wollfett selbst eine Heilung erfährt und die Haut liegt nicht wie bei Einlagen aus Baumwolle in einem feucht-kalten Millieu.