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Waldorfkindergarten – ein anthroposophisches Konzept

Namensgeber für die  Waldorf-Pädagogik ist Rudolf Steiner, der 1861in Kraljewic geboren wurde.  Er war Gründer der Anthroposophie, die zu den neumystischen Einheitskonzeptionen um 1900 gezählt und der Esoterik zugerechnet wird. Das Waldorf-Kindergartenkonzept ist also nicht einfach ein Erziehungskonzept, sondern gleichzeitig wird hier eine Weltanschauung vermittelt.

happy kidsLaut der Erkenntnisse von Rudolf Steiner entwickelt sich der Mensch im Siebenjahres-Rhythmus. In den ersten sieben Jahren werden der physische Leib, die Sinne und die inneren Organe entwickelt. In diesem Alter lernt das Kind vor allem durch Nachahmung. Die Kernaussagen im Waldorf-Konzept: Erziehung ist im Kern die Gestaltung einer Begegnung von Ich zu Ich. Die Erziehung der Kinder bedingt die Selbsterziehung des Erziehers. Anthropologie und Entwicklungspsychologie sind keine sich nicht verändernden Größen, sondern haben nur Bedeutung, wenn sie immer wieder neu entstehen. Erziehung und Forschung gehören zusammen. Der Forscher ist am praktischen Geschehen ganz persönlich beteiligt, wenn die individuell-geistige Seite des Menschen konkret ist und ernst genommen sein will. Dem freien Spiel kommt in der Waldorf-Pädagogik ein hoher Stellenwert zu, damit auch der Umgebungsgestaltung. Wichtig ist dabei: die materiell, räumliche Welt, der Gestaltung der Zeit, und das Verhältnis des Erziehers zu seinen Arbeitsaufgaben.Das freie und absichtslose Spiel des Kindes verlangt einen Erzieher, der gestalterisch in die Umgebung des Kindes eingreift. Das Kind benötigt einen verlässlichen Rhythmus, der ihm Sicherheit gibt. Es braucht eine materielle Umgebung, das nicht in funktionale Abhängigkeit drängt, beispielsweise die Natur.

Die Lernfähigkeit eines Menschen ist umso höher, je jünger er ist. Deshalb kommt der Vorschulbildung ein hoher Stellenwert zu. In diesem Alter ist die Vorstellungswelt noch stark an die Sinneswahrnehmung gebunden. Darum ist im Vorschulalter der Lebensraum des Kindes sein eigentlicher Lernraum. Kinder fühlen sich in einer Gruppe wohl, wenn sie dort menschlich sinnvolle Erfahrungen, Handlungen und Geschehnisse vorfinden.  Wenn das Lernfeld für das Kind anregend ist, wird es dort auch viele für seine Entwicklung fördernde Lernerfahrungen machen. Heiterkeit und Freude am Leben sind entscheidende Motivations- und Lernförderungen. Laut Steiner will der Waldorfkindergarten eine „Keimzelle der Kulturerneuerung“ sein.

Literaturtipp:

Waldorf-Pädagogik auf einen Blick: Einführung für den Kindergarten.Im Shop ansehen.

 

 

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Bildquelle: © dip – Fotolia.com

 

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