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Stillprobleme einfach und schnell lösen …


Endlich ist man mit dem Baby zu Hause. Man freut sich auf gemütliche Stunden mit der ganzen Familie und hofft, dass es nicht all zu stressig wird. Auf viel Ruhe darf man sich in den ersten Wochen nicht einstellen. Die Probleme fangen in der Regel schon beim Stillen an. Diese lassen sich aber schnell beheben, man muss nur wissen wie.


Problem Nummer 1: Zu wenig Milch

Wenn das Baby beim Stillen unruhig wird und unzufrieden wirkt, liegt das meistens daran, dass es noch Hunger hat. Das Kind macht in dieser Zeit wahrscheinlich einen Entwicklungsschub durch. Kinder trinken in diesen Phasen gerne mehr, als die Mutter zu bieten hat.

Lösung. Die Milchproduktion lässt sich anregen, in dem man das Baby häufig anlegt. Dies sollte man auch in der Nacht tun. Nach einigen Tagen produziert die Brust automatisch mehr Milch und das Kind kann sich endlich satt trinken. In Drogeriemärkten werden oft Milchbildungstees angeboten. Von solchen Produkten ist abzuraten, weil diese die Milchbildung sogar einschränken können.

Problem Nummer 2: Milchstau

Milchstau macht sich dadurch bemerkbar, dass die Brust ziemlich spannt und hart wird. An manchen Stellen ist sie auch ziemlich schmerzhaft. Kann die Milch nicht abfließen, vermehren sich die Bakterien und die Mutter bekommt häufig Fieber. Schuld daran sind meistens die Entwicklungsphasen des Kindes. Schläft das Baby plötzlich länger und mehr, verändert sich dadurch auch der Still-Rhythmus. Auch zu enge Büstenhalter können einen Stau verursachen.

Lösung: Unbedingt dafür Sorgen, dass die Milch abfließt. Ignoriert man das Problem, kann sich der Entzündungsherd nicht mehr lösen und die Probleme werden noch schlimmer. Wenn die Brust schon so schmerzt, dass man das Baby gar nicht mehr anlegen kann, am besten die Brust erwärmen und danach abpumpen. Wenn die Brust bereits gerötete Stellen aufweist, am besten mit Quarkwickel behandeln, das löst die Schmerzen und den Stau langsam auf.

Problem Nummer 3: Wunde Brustwarzen

Wunde Brustwarzen sind direkt nach der Geburt ganz normal. Die Haut wird stark beansprucht und muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Schmerzen sind zu Anfang ganz normal, dürfen aber nicht unerträglich sein. Nach ein paar Wochen sollte sich das alles eingespielt haben. Treten immer noch Schmerzen auf, liegt es oft an der Stillposition. Wird diese nicht oft genug verändert, ist eine Brust immer belastet und kann sich nicht regenerieren.

Lösung: Wer den Heilungsprozess beschleunigen möchte, tropft etwas Muttermilch an die wunde Stelle und lässt es eintrocknen.


Problem Nummer 4: Die Trinkzeiten sind zu unregelmäßig

Neugeborene trinken zu Anfang viel mehr und die Trinkabstände sind um einiges kürzer. Das liegt daran, weil der Magen des Babys noch sehr klein ist und nicht soviel Nahrung, aufnehmen kann. Wird das Baby größer, werden sich auch die Stillabstände vergrößern. Trinkt das Baby ungewöhnlich mehr als sonst, liegt das zumeist an einem Entwicklungsschub, der alle paar Wochen eintritt. Manche Kinder wiederum sind so abgelenkt, dass sie auch mit längeren Abständen gut zurechtkommen.

Lösung: Schreit das Baby nie, wenn es Hunger hat, ist es wichtig, auf andere Anzeichen zu achten. Die meisten Babys deuten Saugbewegungen an oder spielen nervös mit Ihrer Hand am eigenen Mund herum. Auch geben sie unruhige Seufzer von sich. Neugeborene darf man ohne Bedenken bis zu 12 x in 24 Stunden stillen. Babys bekommen keine Bauchschmerzen, wenn sich noch unverdaute Milch im Magen befindet. Man darf also stillen, wann und wie man es für richtig hält. Nach spätestens ein paar Wochen hat sich das Stillen sowieso eingependelt und man weiß sofort, wann das Kind Hunger hat und wann nicht.baby stillen

Problem Nummer 5: Wenn das Kind spuckt …

Spucken ist bei Babys am Anfang ganz normal. Die Ursache liegt meistens beim Magenpförtner. Wenn sich dieser nicht richtig schließt, trinken die Kinder zu viel. Im nachhinein spucken sie es dann wieder aus. Solange das Baby weiterhin zunimmt und wächst, ist alles Ok. Wenn dem nicht so ist, sollte man unbedingt einen Termin beim Kinderarzt ausmachen.

Lösung: Nach jeder Brust sollte man das Baby aufstoßen lassen. Dabei darf man das Kind nicht zu viel bewegen. Genau das fördert nämlich das Spucken. Spucken kann man auch dadurch vermeiden, in dem das Baby etwas höher als der eigene Körper liegt. Wenn die Brust zu viel Milch auf einmal abgibt, immer wieder mal pausieren, das Kind ausspucken lassen und weiter stillen.


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