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Stillberaterinnen – Hilfe zur Selbsthilfe

Nicht immer verläuft Stillen so problemlos, wie es teilweise in den Medien dargestellt wird oder wie man es von anderen stillenden Müttern hört. Das Baby trinkt nicht richtig, der richtige Rhythmus will sich einfach nicht einstellen oder die Brustwarzen sind wund. In manchen Fällen ist die frisch gebackene Mutter auch schlichtweg mit der ganzen Situation überfordert und/oder übermüdet.


In solchen Situationen helfen Stillberaterinnen.

Sie haben eigene Stillerfahrung, wissen um Probleme, die in der Stillzeit auftreten können und wie man sie richtig handhabt. Viele der ehrenamtlich arbeitenden Stillberaterinnen sind Mitglied bei La Leche Liga oder der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen (ASF), beides eingetragene Vereine, und haben dort eine Ausbildung absolviert. Generell ist der Begriff „Stillberaterin“ nicht geschützt, so dass sich auch Frauen ohne spezielle Ausbildung so nennen können, aber trotzdem gute Stillberaterinnen sein können. „Außerdem ist das Empfinden, ob eine Beratung geholfen hat, immer sehr subjektiv“, relativiert Karin Busse, von der La Leche Liga.


In der Ausbildung zur Stillberaterin spielen neben psychologischen Aspekten in der Gesprächsführung und Telefonberatung medizinische Prozesse eine große Rolle. Wie bildet sich die Muttermilch, was sind ihre Besonderheiten, was spricht in individuellen Fällen gegen das Stillen, was sind die Ursachen von Koliken und wie geht Mama damit um, wie und wann stillt man richtig ab – eine ausführliche Beratung in diese Richtung hilft schon oft weiter.

Aber Stillberaterinnen helfen auch praktisch. Sie zeigen, wie man richtig anlegt, welche Stillpositionen es gibt und welche Stillhilfsmittel unter Umständen eingesetzt werden können. Soll der Säugling abgestillt werden, empfiehlt sie, wie die Umstellung auf Beikost erfolgt. Stillberaterinnen arbeiten in den meisten Fällen ehrenamtlich, das heißt, es entstehen für Sie als Mutter keine Kosten.

Die Stillberaterinnen, die über La Leche Liga vermittelt werden, können zeitlich unbegrenzt in Anspruch genommen werden. Allerdings sind hier Hausbesuche eher die Ausnahme. „Die Tätigkeit beschränkt sich hauptsächlich auf monatliche Stilltreffen, Telefonberatung und bei vielen auch E-Mail-Beratung“, erklärt Karin Busse von der Geschäftstelle Minden. Bei den Stillberaterinnen der ASF ist es ähnlich: Die einzelnen Beraterinnen entscheiden selbstständig, in welcher Form sie Beratung anbieten möchten. „Manch eine Beraterin arbeitet nur in einer offenen Stillgruppe, andere bieten Telefonberatung an, wieder andere machen Hausbesuche“ so Chantal-Manou Müller, 1. Vorsitzende im Bundesvorstand ASF.


Weiterführende Informationen zu La Leche Liga  : http://www.lalecheliga.de/

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