Sprachentwicklung in den ersten 3 Jahren: Was Kinder wann können sollten
Das Mädchen von nebenan plappert und quasselt schon wie eine Große. Das eigene Kind hingegen spricht noch keinen geraden Satz. Viele Mami´s fragen sich dann, ob die Sprachentwicklung ihres Kindes womöglich gestört ist. Der Deutsche Bundesverband für Logopädie informiert besorgte Eltern ab sofort rund um die Uhr mit einer neuen Internetseite http://www.dbl-ev.de/index.php?id=1199 über die kindliche Sprachentwicklung.
Für die ersten 6 Lebensjahre werden hier jeweils 3 Grundfragen beantwortet: Was versteht das Kind? Was spricht das Kind? Wie kann man das Kind altersgerecht fördern? Unter diesen 3 Aspekten habe auch ich einen kleinen Auszug für euch zusammengestellt.
Das 1. Lebensjahr – Mama, Papa, Baba, Bubu…
Viele Kinder plappern bereits vor ihrem 1. Geburtstag einige Wörter, die aber meist nur die eigenen Eltern wirklich verstehen können. Andere Kinder fangen erst zwischen dem 12. und 18. Monat an ihre ersten Wörtern zu sprechen. Meist fangen alle Kinder zunächst mit „Mama“ oder „Papa“ an. Aus mumumum wird Mama und aus bababa wird Papa. Doch was genau sollte das 1 jährige Kind schon verstehen und sprechen können?
- Auf Aufforderungen wie z.B. „komm her“ reagiert das Kind und handelt dementsprechend, wenn auch oftmals mit WiderwillenMama, Papa, Tata und Gagag gehören zum Wortschatz und werden regelmäßig benutzt und weiter ausgebaut
- Bilder in Büchern kann das Kind erkennen und oftmals mit Geräuschen wiedergeben.
- Oder man fragt „wo ist das Auto“ und das Kind zeigt auf das richtige Bild.
Tipps zur Förderung: Gerade mit Büchern kann man das Verständnis und die Sprachentwicklung der Kleinen fördern. Schaut einfach regelmäßig Büchern mit euren Kleinen an und fragt sie, wo sich welches Tier oder Gegenstand befindet (und untermalt es mit Geräuschen).
Das 2. Lebensjahr – 2 Wort Sätze
Kinder wissen nun, dass man mit Worten mehr kann als nur plappern. Es können Fragen gestellt und Antworten gegeben werden. Was können 2 jährige:
- Zwei Wort Sätze bilden wie z.B. Mama weg oder auch Papa da. Ebenso verstehen die Kleinen nun, was jemand am anderen Ende eines Telefons erzählt.
- Fragen wie „is das?“ oder auch „die denn?“ werden gestellt
- Wörter werden noch vereinfacht „nane“ ist „Banane“ oder „fant“ für „Elefant“.
- Sie singen Kinderlieder wie „LaLeLu“ mit
- Sie hören ganz gespannt zu, wenn ihnen etwas vorgelesen wird
Das 3. Lebensjahr – Wortreihen
Jetzt fangen die Kindern an Wörter aneinander zu reihen. Daraus ergeben sich oft lustige Kombinationen. Hier wieder ein kleiner Überblick:
- Verben (essen, trinken, malen…) werden oft in der Grundform gebraucht (Mama auch malen)
- Einfache Sätze oder Wortkombinationen werden oft schon richtig gebildet (Mama kocht, Opa schläft…)
- Kinder beginnen nun auch schwierige Lautverbindungen wie Bl für Blume zu bilden.
- Sie stellen viele Fragen mit W-Wörtern: Wie, Was, Warum, Wo


