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Montessori-Pädagogik – Selbständigkeit lernen!

Die Montessori-Pädagogik erhielt ihren Namen von der großen Reformpädagogin Maria Montessori. Zunächst waren es private Träger, die dieses Konzept angeboten haben. Inzwischen wurden die Ideen von  Maria Montessori auch von kirchlichen Trägern übernommen.

maria-montessoriInzwischen gibt es einige konfessionelle Kindergärten, die nach diesem Konzept arbeiten. Wer also war Maria Montessori (Infos auf Wikipedia) und was ist ihre Idee?  Maria Montessori wurde im Jahr 1870 geboren und war eine der ersten Frauen Italiens, die ein Medizinstudium mit Promotion abschloss. Durch ihr Elternhaus wurde sie früh mit christlichen Werten konfrontiert. Vielleicht war das einer der Gründe für ihren späteren Werdegang.

Jedenfalls arbeitete sie auf der psychiatrischen Station eines Krankenhauses mit geistig behinderten Kindern. Dabei stellte sie fest, dass sich diese Kinder mit der entsprechenden Förderung  besser entwickelten, als wenn diese Kinder keine  Förderung erhielten. Deshalb experimentierte Maria Montessori mit verschiedenen Materialien, um den Kindern Anreize zu geben. Sie beobachtete die Kinder und  entwickelte spezielle Arbeitsmaterialien. Damit versuchte sie die Kinder anzuleiten, möglichst viel selbst zu tun. Maria Montessori prägte das Motto: „Hilf mir es selbst zu tun“.  Dieser Begriff  ist das Leitbild, das  die Erziehungsarbeit in vielen  Kindergärten bis heute beeinflusst.

In den Kindergärten, die nach dem Montessori-Konzept arbeiten, haben die Erzieher eine Zusatzausbildung, nämlich ein Montessori-Diplom.  Die Kinder werden in ihrer Entwicklungslage sehr ernst genommen und von Anfang an als selbständige und mündige Menschen angesehen.  Dem Kind wird „zugetraut“, dass es etwas kann und es wird angeleitet, selbständig zu handeln. Maria Montessori sieht die im Kind verborgenen Kräfte und will diese wecken, beobachten und begleiten. Die Erziehung zur Selbständigkeit hat bei diesem Konzept oberste Priorität. Einrichtungen, die nach dem Montessori-Konzept arbeiten, betreuen oft gleichzeitig behinderte Kinder. Es sind „integrative“ Kindergärten, die das Ziel haben, behinderte und nichtbehinderte Kinder nebeneinander und gleichwertig zu erziehen.

Nach Montessori ist die Zeit zwischen drei und sechs Jahren für Kinder eine Zeit, nach der sie sich den Erwachsenen zum Modell wählen und deshalb der Vorbildrolle der Erwachsenen ein hoher Stellenwert zukommt. Eine Einrichtung, die nach dem Montessori-Konzept arbeitet ist in jedem Fall eine Einrichtung, in der die Wertschätzung eines Kindes wichtig genommen wird.

 

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Bildquelle Maria Montessori: Wikimedia LA2-NSRW-3-0269.jpg

 

 

 

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