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Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind ein Symptom, welches man als werdende Mutter sorgsam beobachten sollte. Manchmal sind es harmlose Kopfschmerzen, die von alleine wieder vergehen, in anderen Fällen verstecken sich hinter Kopfschmerzen Krankheiten, die eine Gefahr für die Mutter und das ungeborene Kind darstellen.Vor allem bei Frauen sind Kopfschmerzen eine weit verbreitete, jedoch in der Regel äußerst kurzzeitige Erkrankung, die durch Stress oder Verspannungen verursacht werden kann. Sind Frauen sogar nicht nur von herkömmlichen, gelegentlich auftretenden Kopfschmerzen, sondern von einer regelmäßigen und heftigen Migräne betroffen, sind die Beschwerden besonders schlimm. Doch wie kann man vorgehen, wenn Kopfschmerzen oder gar eine Migräne während der Schwangerschaft auftreten? Können handelsübliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Aspirin oder Ibuprofen dem Ungeborenen schaden? Gibt es Möglichkeiten, auf natürliche Weise gegen die Schmerzen im Nacken- und Stirnbereich vorzugehen? – Ja, die gibt es! Doch der Reihe nach. Erst einmal möchten wir über die verschiedenen Symptome und Ursachen sprechen.


  • Bluthochdruck bei Präeklampsie

    Die gute Nachricht ist, dass der Großteil der auftretenden Kopfschmerzen keine ernsthaften Ursachen hat. Stress, Hormonschwankungen oder Überbelastungen können dazu führen, dass der Kopf schmerzt. Zu den bedrohlichen Erkrankungen in der Schwangerschaft hingegen zählt die Präeklampsie. Die Beschwerden, durch die diese Krankheit auf sich aufmerksam macht, sind Bluthochdruck, erhöhte Eiweißausscheidung mit dem Urin und generalisierte Wassereinlagerungen, die zu einer wöchentlichen Gewichtszunahme von mehr als 500 Gramm führen.

    Die Präeklampsie entsteht durch ein Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren. So kommt es unter anderem zu Störungen im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System, welches über die Ausschüttung von Hormonen den Blutdruck regelt. Auch der Prostaglandinstoffwechsel scheint gestört zu sein; dieses Gewebshormon reguliert unter anderem die Engstellung der Blutgefäße.  Durch den Einfluss auf die Gefäße wird neben anderen Organen auch die Plazenta mangelernährt, so dass das Ungeborene im schlimmsten Fall sterben kann. Etwa fünf Prozent der Schwangeren sind von der Präeklampsie betroffen. Das Risiko ist besonders hoch, wenn sie unter Diabetes mellitus, Erkrankungen der Nieren leiden oder Mehrlinge bei der Geburt erwartet werden.


  • Stress at pregnant womanNotfall für Mutter und Kind: Eklampsie

    Da es sich bei der Präeklampsie um eine ernstzunehmende Erkrankung handelt, werden bei Schwangeren regelmäßig der Blutdruck und Urin gemessen beziehungsweise untersucht, so dass Tendenzen frühzeitig entdeckt werden können. Eine Komplikation der Präeklampsie ist die Eklampsie. Bei diesem Notfall kommt es zu Krampfanfällen und Bewusstlosigkeit der werdenden Mutter. Es besteht sowohl für die Mutter als auch für das Ungeborene Lebensgefahr.

    Erste Anzeichen einer drohenden Eklampsie sind Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Sehstörungen sowie Übelkeit und Erbrechen. Schwangere, die diese Symptome bei sich beobachten, sollten sofort den Rettungsdienst alarmieren und sich an einen ruhigen Ort zurückziehen, wenn möglich. Für den Rest der Schwangerschaft werden die Schwangeren intensiv medizinisch betreut.

  • Kopfschmerzen bei Sinusvenenthrombose

    Überproportional häufig kommt es bei Schwangeren zu einer Sinusvenenthrombose. Bei dieser Krankheit verstopfen Blutgerinnsel einen der venösen Blutleiter im Gehirn. Bei den Frauen kommt es zuerst zu dumpfen Kopfschmerzen, die allerdings nicht nachlassen, sondern auch in den folgenden Tagen andauern. Durch die Schädigung und die Druckerhöhung im Gehirn stellen sich nach Stunden bis Tagen Symptome ein, die sehr vielfältig sind. Da neben Lähmungen, Krampfanfällen und Bewusstseinseintrübungen zahlreiche andere neurologische Beschwerden auftreten können, wurde die Sinusvenenthrombose in der Vergangenheit häufig falsch diagnostiziert und behandelt. Mit blutverdünnenden Medikamenten lässt sich eine frühzeitig erkannte Sinusvenenthrombose aber relativ gut behandeln.

  • Vorsicht bei Schmerzmitteln

    In den meisten Fällen werden Kopfschmerzen in der Schwangerschaft aber durch harmlose Ursachen hervorgerufen, die oft mit einfachen Maßnahmen zu beheben sind. Gerade am Anfang treten in vielen Fällen Kopfschmerzen als Reaktion auf die hormonelle Umstellung auf. Hat sich der Hormonspiegel eingependelt, vergehen oft auch die Kopfschmerzen. Bevor Schwangere allerdings Medikamente gegen die Schmerzen einnehmen, sollten sie Rücksprache mit ihrem Arzt halten. Nicht jedes Medikament ist für werdende Mütter und das Ungeborene geeignet. Dies gilt übrigens auch für verschiedene Heilpflanzen: Unter anderem Arnika, Rosmarin, Mönchspfeffer oder Zimt sollten in der Schwangerschaft gemieden werden. Entspannungstechniken, wie Yoga oder Massagen helfen besonders gut! Aber auch ein kalter Umschlag kann helfen. Als zusätzlichen Tipp können wir nur eine halbe Stunde in einem komplett abgedunkeltem Raum empfehlen! Hilft wirklich! Wenn nichts hilft, kann auch der Gang zum Naturheilpraktiker helfen.

  • Stress in der Schwangerschaft

    Obwohl die Monate der Schwangerschaft für viele Frauen zwar als sehr schön empfunden werden, bedeuten sie in vielen Fällen jedoch Stress: Die hormonelle Umstellung, Vorbereitungen auf die Geburt und das kommende Leben mit dem Kind, Umzug, Autokauf und viele andere Punkte können dazu führen, dass Stress empfunden wird und zu Kopfschmerzen führt. Mütter, die merken, dass es ihnen zu stressig wird, sollten sich die ihnen zustehende Ruhe gönnen und auch die Umwelt bitten, Rücksicht zu nehmen. Entspannungsmethoden helfen dabei, sich zu beruhigen. Speziell für Schwangere wird in vielen Städten mittlerweile Schwangeren-Yoga angeboten, wo auf die speziellen Anforderungen eingegangen wird.

  • Verspannungen durch zusätzliches Gewicht

    Durch das zusätzliche Gewicht, das durch das wachsende Kind die Körperhaltung der Mutter verändert, können sich ebenfalls Kopfschmerzen einstellen. Der Rücken und die Nackenmuskulatur sind häufig verspannt; diese Verspannungen „ziehen“ in den Kopf und lösen dort Schmerzen aus. Eine einfühlsame Nackenmassage des Partners kann oft Wunder bewirken. Bestrahlungen mit Rotlicht oder eine Wärmflasche im Nacken bewirken ebenfalls eine Lockerung der Muskulatur. Wer es etwas professioneller mag, lässt sich beim Physiotherapeuten oder Heilpraktiker massieren. Besonders angenehm ist die so genannte Schwangerschaftsmassage, die in Seitenlage durchgeführt wird und alle muskulären Problemzonen der werdenden Mutter berücksichtigt.

 

Alternativen zur handelsüblichen Medizin

Wer gelegentlich unter leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen leidet, für den gibt es während der Schwangerschaft – und natürlich auch darüber hinaus – Alternativen zu herkömmlichen Schmerzmitteln. Oftmals ist ein unausgewogener Wasserhaushalt die Ursache für das Stechen und Ziehen über den Augen, ein großes Glas Wasser kann bereits nach wenigen Minuten für eine Linderung der Schmerzen sorgen. Sitzt der Schmerz eher im Nacken, kann eine Massage, bei der verspannte Muskeln gelockert werden können, ebenfalls wahre Wunder vollbringen. Helfen weder Massagen noch Wasser, so kann man ein paar Tropfen Pfefferminzöl direkt auf die Schläfen tropfen, oder sie auf ein Tuch geben und sich dieses Tuch auf die Stirn legen. Die ätherischen Öle sorgen dann dafür, dass die Schmerzen schnell vergehen können. Erst wenn keines dieser Mittel mehr hilft, kann eine Paracetamol eingenommen werden.

 

 

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