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Kinderlähmung / Poliomyelitis

Eltern, die in den 70er Jahren groß geworden sind, erinnern sich sicherlich an die große Aufklärungskampagne „Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam“, mit der damals mit großem Erfolg für die Impfung der Kinderlähmung geworben wurde. Eine Schluckimpfung gibt es heute nicht mehr, stattdessen empfiehlt die Ständige Impfkommission die Injektion eines anderen Impfstoffes, um vor Lähmungen durch den Poliovirus zu schützen.

Meistens milder Verlauf

Das Virus wird über den Kot von Menschen oder Affen übertragen. Dies kann bei unzureichenden Kläranlagen in tropischen Ländern zum Beispiel durch verschmutztes Obst oder Gemüse sowie Baden in kontaminierten Seen geschehen. Nimmt ein Mensch Erreger über den Mund auf, vermehrt sich dieser im Rachenraum sowie im Dünn- und Dickdarm. Für bis zu drei Tagen leiden die Erkrankten dann unter Fieber, Hals- und Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung. Für die meisten Patienten ist die Krankheit hiermit abgeschlossen.

Gelähmte Muskeln möglich

Bei einem Teil kommt es aber nach einer beschwerdefreien Zeit von etwa drei Tagen zu einem erneuten Aufblühen und sie beklagen sich über Kopf- und Nackenschmerzen, Abgeschlagenheit, Erbrechen und Schmerzen in verschiedenen Muskelbereichen. Wiederum bei einem kleinen Teil dieser Patienten kommt es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Lähmungen in den Muskeln, die zuvor geschmerzt haben. Bei dem Vollbild der Kinderlähmung haben die Betroffenen zwar Empfindungen in den gelähmten Bereichen, leiden dort aber häufig unter starken Schmerzen der Muskeln. Als Komplikation gilt die Lähmung des Zwechfells, die zum Atemstillstand führt, sowie Lungenentzündungen.

Therapie von Poliomyelitis

Die Behandlung der Kinderlähmung erfolgt entsprechend der Symptome. Eine erfolgreiche Therapie ist nicht bekannt. Nur in wenigen Fällen entwickeln sich Lähmungen, die meisten Erkrankungen heilen ohne Folgen aus.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt, Kinder im zweiten, dritten und vierten Monat sowie im Alter von einem Jahr grundimmunisieren zu lassen. In der Pubertät erfolgt eine Auffrischungsimpfung.

 

Weitere Kinderkrankheiten

Diphterie Meningokokken
Keuchhusten Humane Papillomaviren (HPV)
Haemophilus influenzae Typ B Masern
Kinderlähmung (Poliomyelitis) Mumps
Hepatitis B Tetanus / Wundstarrkrampf
Pneumokokken Röteln
Windpocken

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