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Kaiserschnitt oder Spontangeburt?

Spätestens im letzten Drittel der Schwangerschaft bekommen die meisten Frauen Panik. Die Geburt rückt immer näher und die Angst davor führt oftmals dazu, dass Frauen sich zu einem geplanten Kaiserschnitt hinreißen lassen. Das Problem ist meist, dass man einfach zu viel liest, hört und sich erzählen lässt. Hat man eine Freundin oder Bekannte, die ebenfalls ein Kind bekommen hat, fragt man natürlich nach der Geburt. Viele Frauen erleben die Geburt als ein schönes, unvergessliches Erlebnis, doch genauso viele empfanden die Geburt als sehr schmerzhaft und weniger schön. Hört man dann von den weniger guten Erfahrungen, bohrt man natürlich nach und das was man zuhören bekommt, sollte man besser nicht hören. In Zeiten des Internets ist es noch einfacher an Informationen zu kommen, man gibt einfach „Geburtsbericht“ in die Suchmaschine ein und schon kann man stundenlang in etlichen Erfahrungen herumstöbern.Das Resultat ist oft, dass man es auf normale Art und Weise gar nicht erst probieren möchte. Ein Fehler! Kaum jemand denkt darüber nach, was gut für das Kind ist.

Der Kaiserschnitt

Grundsätzlich muss man zunächst unterscheiden, ob es sich um einen gewünschten oder einen ungeplanten Kaiserschnitt handelt. Der gewünschte Kaiserschnitt wird terminlich vorbestimmt und das Kind zu genau diesem Termin geholt. Ob es schon bereit ist und auf die Welt möchte ist hier egal. Der Termin bestimmt über den Tag der Geburt. Der ungeplante Kaiserschnitt hingegen ist etwas anderes. Ist der Tag der Geburt gekommen inkl. wehen und Co. kann es jedoch passieren, dass ein Kaiserschnitt notwendig wird. Gründe wie Geburtsstillstand oder auch falsche Lage des Kindes machen den Kaiserschnitt notwendig. Jedoch ist der Zeitpunkt der Geburt vom Kind bestimmt, denn man wartet die Wehen ab. Ein Kaiserschnitt ist ein Eingriff der sowohl für Mutter als auch für das Kind gefährlich sein kann. Angefangen von der Narkose bis hin zur eigentlichen Geburt birgt ein Kaiserschnitt viel mehr Risiken, als eine spontane Geburt. Was viele auch nicht wissen ist, dass Kaiserschnittbabys eine entscheidende Erfahrung fehlt, der erste Entwicklungsschub. Während der normalen Geburt bereitet sich das Kind von alleine darauf vor, auf die Welt zu wollen. Es geht einen langen Weg, um schließlich bei uns anzukommen und auf diesem Weg passiert etwas, was man ersten Entwicklungsschub nennt. Die Schädelplatten, die bisher noch nicht zusammengewachsen sind, schieben sich zusammen bzw. ineinander. Kaiserschnittbabys erleben dies nicht und die Folge sind nicht selten Verspannungen, Entwicklungsstörungen oder sogenannte Schreibabys.

Tipp für Kinder die falsch liegen: Oft passiert es, dass Kinder einfach bis zum Schluss falsch herum liegen und auch nach verschiedenen Versuchen dies zu ändern, ändert sich die Lage nicht. Ein Kaiserschnitt ist somit unumgänglich. Jedoch kann man mit dem Arzt vereinbaren, dass man auf den Tag der Geburt wartet. Im Klartext, man wartet auch den natürlichen Geburtsstart. Ein geplanter Kaiserschnitt muss nicht sein! Sprecht mit eurem Frauenarzt!

Die Spontangeburt

Bei der Spontangeburt entscheidet allein das Kind den Tag, das Tempo und den Geburtsvorgang. Wer Angst vor Schmerzen hat, sollte diese Ängste von vornerein zum Ausdruck bringen. Es gibt etliche Möglichkeiten die Schmerzen zu lindern. Eine PDA ist oft der letzte Ausweg, doch ebenfalls eine gute Sache für Frauen, die die Schmerzen nicht aushalten. Man muss keine Schmerzen haben, wenn man sie nicht haben möchte! Die normale Geburt sollte ein schönes Erlebnis für alle beteiligten werden und damit dies auch so eintritt, arbeitet ein ganzes Team dafür.

Wenn man sich für ein Kind entschieden hat, sollte man auch diesen letzten Schritt wagen. Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt und somit ist die Wahl eines bestimmten Krankenhauses die beste Vorbereitung. Jedes Krankenhaus bietet die Möglichkeit, sich dieses vorher anzuschauen. Diese Chance sollte man wahrnehmen! Eine Beleghebamme ist ebenfalls eine gute Sache, denn anders als beim Krankenhauspersonal hat man mit der Beleghebamme eine einzige Person, die einen durch die Geburt begleitet. Man kann sich schon vorher ausreichen kennenlernen und Vertrauen zueinander aufbauen. Die Atmosphäre ist sehr viel entspannter, wenn man sich schon vorher kennt.

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