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IUI- intrauterine Insemination

Es gibt verschiedene Verfahren, den Weg zum eigenen Kind einen Schritt näher zu kommen. Hat der Mann Spermien, die sich nur schlecht bewegen können, ist die intrauterine Insemination (IUI) oft die Methode der Wahl.

Verfahren bei langsamen Spermien

Damit die IUI durchführt werden kann, muss der Mann masturbieren; in der Regel findet dies in der Kinderwunschklinik statt. Das Ejakulat wird schnellstmöglich im Labor aufgearbeitet und dann der Frau mit Hilfe eines Katheters über die Vagina in die Gebärmutter eingesetzt. Ziel ist es, dass die Spermien möglichst nah an die Eizelle gelangen und es dann zu einer Befruchtung kommt. Nicht nur, wenn die Spermien erkennbar zu langsam sind, sondern auch, wenn eine sogenannte Spermaallergie der Frau vorliegt oder es keinen offensichtlichen Grund für den unerfüllten Kinderwunsch gibt, wird dieses Verfahren eingesetzt.

Häufig beginnt vor der IUI eine medikamentöse Behandlung der Frau, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Wichtig ist dabei, dass die behandelnden Ärzte erkennen können, wann der Eisprung stattfindet, damit die Spermien zum passenden Zeitpunkt eingeführt werden können. In der ersten Phase nimmt die Frau Hormone ein, die bewirken, dass die Fruchtbarkeitshormone nur noch vermindert ausgeschüttet werden. Ist ein bestimmtes Level erreicht, werden wiederum Arzneimittel gegeben, die die Ausschüttung von Fruchtbarkeitshormonen verstärken. Die Eierstöcke werden hierdurch stimuliert, mehrere Eizellen zum Reifen zu bringen.

IUI
Bildquelle: http://www.fwivf.com/fertility-treatment-ft-worth/intrauterine-insemination.aspx

Hormonelle Stimulation der Frau

Ohne eine medikamentöse Behandlung würden zwar mehrere Eizellen in Form von Follikeln heranwachsen, nur eine würde sich aber nach dem Eisprung auf den Weg zur Gebärmutter machen, um sich dort befruchten zu lassen. Durch die Stimulation reifen mehrere Eizellen heran. Über den Ultraschall und Untersuchungen des Blutes auf Hormonwerte können die Ärzte entscheiden, wann ausreichend Eizellen groß genug sind und der Eisprung ausgelöst wird. Je nach Alter des Paares und Krankheitsgeschichte entscheiden sich die Ärzte oft für den Zeitpunkt, an dem zwei oder drei Eizellen reif sind. Damit es nun zum Eisprung kommt, werden weitere Hormone (das hCG) verabreicht, die meist unter die Haut gespritzt werden. Im natürlichen Zyklus löst hCG den Eisprung aus; ungefähr 36 Stunden nach Gabe des Hormones findet dieser statt.

Nicht jede Eizelle wird befruchtet und nicht jede befruchtete Eizelle nistet sich in der Gebärmutter ein und wird schließlich ausgetragen. Allerdings ist es auch bei dieser Methode der künstlichen Befruchtung mit hormoneller Stimulation das Risiko erhöht, dass man Zwillinge oder sogar Drillinge bekommt – je nachdem, wie viele Eizellen nach der Stimulation befruchtet werden können.

Video : IUI- intrauterine Insemination

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