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Hohe Müttersterblichkeit in Ostafrika

Hierzulande ist eine Schwangerschaft normalerweise kein Risiko für eine Frau. Es kann zwar zu Komplikationen kommen, aber wir sind mit unserem medizinischen Fortschritt so weit, dass kaum mehr Mütter während der Schwangerschaft oder der Geburt sterben. In Ostafrika ist das anders: Hier verlieren viele werdende Mütter ihr Leben. Jährlich sind es 280 000 Frauen.

Ziel verfehlt

Die Vereinten Nationen hatten sich eigentlich zum Ziel gemacht, bis zum Jahre 2015 die Müttersterblichkeit um 75 Prozent zu senken. Allerdings sieht es bisher nicht so aus, als würde man es schaffen. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass sich zu wenige Organisationen um das Problem gekümmert haben. Das aber soll sich jetzt ändern: Die Forschungsorganisation AMREF möchte bis 2015 30 000 Hebammen ausbilden – denn an dieser Berufsgruppe fehlt es besonders.

Kein Strom für die Entbindung

 
Hohe Müttersterblichkeit in OstafrikaEin weiteres Problem ist, dass es kein Strom gibt. Eine Hebamme erzählt, dass sie die Kinder mit Handylicht zur Welt bringen. 45 bis 50 Kinder bringt sie im Monat auf die Welt. „Es gibt so viel zu tun. Wir sind gezwungen Tag und Nacht zu arbeiten“, sagt sie. AMREF möchte mit einem weltweiten Aufruf den Frauen in Ostafrika helfen. Unter dem Motto „Stand up for African Mothers“ sollen Spenden gesammelt werden. Die Aktion ist auch im Internet zu finden. Wer etwas Geld übrig hat, der sollte einmal darüber nachdenken, ob er sich nicht an dem Projekt beteiligen möchte. Eines ist klar: Die Situation in Ostafrika muss sich auf jeden Fall verbessern. Weltweit gibt es viele Baustellen in der Hinsicht – wir alle können dazu beitragen, die Lebensbedingungen für betroffene Menschen zu verbessern.

Foto: © MurielleD – Fotolia.com // © Renate W. – Fotolia.com

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