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Gestresste Schwangere gebären häufiger Mädchen

Am Anfang einer Schwangerschaft hat man viele Fragen. Eine davon ist sicherlich auch, was es denn nun wird: Ein Mädchen oder ein Junge? Manche Paare haben da so ihren Favoriten – gerade diejenigen, die bereits ein Kind haben, wünschen sich eher das andere Geschlecht. Manchen ist es aber auch ganz egal, Hauptsache, das Kind ist gesund.

Mehr Mädchen nach dem 11. September

Gestresste Schwangere gebären häufiger Mädchen
Osteopathie bei Kindern

Es kursieren viele Mythen um die Frage, welches Geschlecht das ungeborene Kind hat. So soll beispielsweise Pendeln das Geheimnis lüften können. Andere schwören darauf, dass man das Geschlecht an den Nebenerscheinungen der Mutter erkennen kann. Eine neue Studie stellt nun folgende Hypothese auf: Mütter, die vor ihrer Schwangerschaft viel unter Stress stehen, gebären mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein Mädchen als einen Jungen. Zu diesem Entschluss kamen britische Wissenschaftler von der Universität Oxford. Was zunächst seltsam klingt, erklärt jedoch ein mysteriöses Phänomen: Nach großen Krisen wie etwa dem 11. September werden statistisch gesehen mehr Mädchen zur Welt gebracht. Diese Tatsache ist schon länger bekannt. Man nimmt an, dass die Mütter von Ereignissen mitgenommen waren und unter Stress standen, bevor sie schwanger wurden.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Die Forscher untersuchten 338 Frauen aus Großbritannien. Sie alle hatten eines gemeinsam: Sie wollten schwanger werden. Die Probanden schrieben Tagebuch und ließen den Cortisol-Wert in ihrem Blut messen. Cortisol ist ein Stresshormon. Das Ergebnis der Studie: Insgesamt kamen 130 Kinder zu Welt – davon waren 58 Jungen und 72 Mädchen. Diejenigen Mütter, die viel Stresshormone im Blut hatten, hatten eine 75 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, ein Mädchen zu gebären. Die Mädchenrate bei den gestressten Müttern lag wesentlich höher.

Schlüssig sind sich die Wissenschaftler jedoch in einem Punkt noch nicht: Wie kann das Cortisol das Geschlecht des Kindes bestimmen? Denn: Dieses ist mit der Befruchtung festgelegt, da es vom Chromosom des Mannes bestimmt wird. Eine mögliche Erklärung wäre, dass sich die männlichen Embryonen nicht oder schwerer in die Gebärmutter einnisten können, wenn die Frauen gestresst sind. In die Richtung wird sicher noch weiter geforscht werden. Man darf gespannt also sein, welche neuen Erklärungen die Wissenschaftler noch ans Tageslicht bringen werden.

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