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Frühgeburten sollen vermieden werden

Frühgeburten sollen vermieden werdenRund 1700 Frühgeburten kamen im letzten Jahr in Berlin zu Welt. Das sind etwa fünf Prozent. Eine beachtliche Zahl, die dazu anregt, nach Lösungen für das Problem zu suchen. Für die Eltern ist es eine nervenaufreibende und schmerzliche Sache, wenn ihr Kind zu früh das Licht der Welt erblickt. Oft müssen die Kleinen beatmet werden, liegen in Inkubatoren. Mutter und Vater müssen um das Leben ihres Kindes bangen. Sie sind dann meist Tag und Nacht im Krankenhaus, um ihrem kleinen Baby beizustehen. Das ist natürlich eine sehr große Belastung.

Willkommen Baby!

Eine neue Initiative in Berlin soll nun die Zahl der Frühgeburten in der Hauptstadt einschränken. „60 Prozent der Kinder erleiden eine lebenslange körperliche oder psychische Störung“, sagt Gabriela Slawik von der DAK. Die Krankenkasse sah beim Thema Frühgeburten deshalb dringenden Handlungsbedarf. Das Projekt heißt „Willkommen Baby“ und hat sich zum Ziel gemacht, die Frühgeburtenrate um zehn Prozent zu senken. An dieser Initiative beteiligen sich sieben Berliner Perinatalzentren und 139 Gynäkologen. Es sollen im besten Fall noch mehr Praxen werden.

Was wird sich ändern?

„Das Angebot der DAK verbessert die bisherige Versorgung deutlich“, sagt Gynäkologe Stefan Skonietzky. „Die Schwangere erhält früh die Möglichkeit, vermeidbare Risiken auszuschalten.“ Von Anfang an sollen schwangere Frauen eine Checkliste führen. Anhand dieser kann der Arzt mögliche Risikofaktoren erkennen und entsprechend darauf reagieren. Die Aufklärung der Frauen soll außerdem in den Vordergrund gerückt werden. Denn – auch wenn man glaubt, jede Mutter ist sich über die Folgen bewusst – Nikotin und Alkohol, Nährstoff- und Bewegungsmangel während der Schwangerschaft sind immer noch die häufigsten Ursachen für eine Frühgeburt.

Die Beratung von Frauen in anderen Umständen zu optimieren, ist das eine Ziel. Zudem zahlt die Krankenkasse mehr Leistungen für die Frauen. Mehr Ultraschalluntersuchungen gehören dazu und regelmäßige Tests des Unterleibs der Mutter.

Man darf also gespannt sein, wie das Modellprojekt umgesetzt wird und ob „Willkommen Baby“ es tatsächlich schafft, die Frühgeburtenrate um zehn Prozent in Berlin zu senken. Das wünschen wir uns sicher alle.

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