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EU beschließt – ab Juli 2013 mehr Schadstoffe in Spielzeugen

gefaehrlichesspielzeugDa hat sich die EU-Kommission wieder einmal etwas einfallen lassen! Stiftung Warentest hat zuletzt im Jahr 2011 verschiedene Spielzeuge auf Schadstoffe getestet und dabei stellte sich heraus, dass in vielen Spielzeugen viel zu viele Schadstoffe stecken. In Deutschland gelten momentan strenge Schadstoffrichtlinien! Ab Juli 2013 werden diese jedoch durch den EU-Beschluss gelockert. Für einige Länder bedeutet dies zwar, dass diese strengere Grenzwerte einführen müssen, für Deutschland bedeutet dies jedoch genau das Gegenteil! Ab Juli 2013 dürfen somit mehr Blei, Barium, Arsen und Co. in Spielzeugen stecken. Wir haben uns die Schadstoffe mal genauer angeschaut und möchten euch kurz aufführen, was diese Schadstoffe für den kindlichen Körper bedeuten:

Blei: Gehirn- und Intelligenzentwicklung können durch Blei negativ beeinflusst werden und stellen somit besonders für Kinder und Jugendliche eine große Gefahr da. Blei steckt vorallem in den Farben der Spielzeuge.
Antimon:
Spielzeuge aus Polyester und mit Flammschutz und auch Gummi- und Kunststoffprodukte enthalten oft Antimon. Dieser Stoff kann krebserregend auf den Körper wirken.
Barium:
Tierversuche mit Barium zeigten, dass dieser Stoff haut- und schleimhautreizend ist.
Arsen:
nimmt man über einen längeren Zeitraum eine erhöhte Menge Arsen auf, kann der Magen-Darm-Trakt, das Blutsystem und die Haut geschädigt werden und zudem ist auch dieser Stoff krebserregend. Niedrige Mengen Arsen können das zentrale Nervensystem negativ beeinflussen.
Quecksilber:
Das zentrale Nervensystem und die Nieren können durch eine erhöhte Aufnahmemenge von Quecksilber geschädigt werden.

spielzeug-1024x886Ab Juli 2013 würde sich dann die Schadstoffmenge von Arsen z.B. verdoppeln und Quecksilber dürfte bis zu 5 x so hoch sein, wie bisher! Das man unseren Kindern damit keinen gefallen tut, sollte eigentlich jedem klar sein. Doch hier steht wohl die Industrie stark im Vordergrund, unsere Kinder und deren Gesundheit werden hierbei scheinbar vergessen. Das oberste Ziel scheint es zu sein, mehr billig Spielzeuge verkaufen zu können und vorallem deren Herstellungskosten so gering wie möglich zu halten. Eine Tatsache, die wirklich nachdenklich stimmt! Ein Antrag auf „Beibehaltung der nationalen Grenzwerte“ ist in Teilen der EU abgelehnt worden. Christian Fronczak, der Sprecher beim Bundesministerium für Verbraucherschutz versichert jedoch, dass alle Mittel augeschöpft werden sollen, um unsere strengeren Standards beizubehalten. Da kann man nur hoffen, dass er Recht behält!

Unser Tipp für den nächsten Spielzeugeinkauf:

Oft riecht man schon, dass ein Spielzeug nicht besonders gesundheitsfördernd ist. Von solchen Spielsachen sollte man direkt die Finger lassen. Auch der Farbtest zeigt oft, dass manche Farben eher an den Fingern kleben bleiben als an dem Spielzeug. Auch diese Spielzeuge sollte man meiden. Bei Billigware aus fernen Ländern sollte man besonders aufpassen, mangelde Kontrollen und minderwertige Rohstoffe sind hier keine Seltenheit.

Am besten kauft man gute gebrauchte Spielzeuge! Hier hatten die Sachen Zeit, Schadstoffe auszugasen und sind deshalb oft weniger belastet als Neue. Toller Nebeneffekt: Das kommt nicht nur der Gesundheit unserer Kinder zu Gute, sondern auch dem Geldbeutel der Eltern! Eine tolle Sache!

 

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