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Erst Marathon – dann Geburt

Eine Frau, die sich in anderen Umständen befindet, darf zwar Sport machen, muss aber aufpassen, dass sie sich nicht überanstrengt. Die Amerikanerin Amber Miller hat diese Regel allerdings nicht allzu ernst genommen: Erst lief sie einen Marathon und dann gebar sie ein Kind. Wie hat sie das geschafft?

Der Arzt gab ihr das Okay

Man kann es sich kaum vorstellen, aber der Arzt der 27-Jährigen hat ihr im Vorfeld erlaubt, an dem Marathon teilzunehmen. Er stellte allerdings die Bedingung, dass die Schwangere die Hälfte der Strecke gehend absolviert. Bedenken hatte die werdende Mutter nicht: Auch während ihrer letzten Schwangerschaft ist die gelaufen und hat Wehen gespürt. So lief sie den Marathon – in 6 Stunden und 25 Minuten. Hochschwanger! Doch schon während des Laufs spürte sie etwas. Die Wehen setzten dann ein, als sie die Zielgerade überquerte. „Einige Minuten nach Überqueren der Ziellinie sind die Wehen stärker geworden, als ich es gewohnt war. Da habe ich kapiert, dass etwas im Gange war“, erzählt Miller von ihrem Krankenbett. „Nach der Zielankunft kamen die Wehen regelmäßig, also habe ich gestoppt, habe mir ein Sandwich genommen und bin dann ins Krankenhaus.“ Amber Miller fuhr in das Central DuPage Hospital in Winfield. Sieben Stunden später war ihre kleine Tochter auf der Welt. Die Kleine ist kerngesund und auch die Mutter wohlauf. Ihre Tochter hat sie June genannt. Wenn sie älter ist, wird Amber ihr sicher erzählen, unter welchen Umständen sie auf die Welt kam. Schließlich wird nicht jedes Kind nach einem Marathon geboren.

Keine Angst vor Sport

Grundsätzlich sollten schwangere Frauen keine Angst vor Sport haben. Es ist völlig okay, sich sportlich zu betätigen. Mehr noch: Es ist sogar gesund für Mutter und Kind. Leichte Sportarten, die keine ruckartigen Bewegungen auslösen wie beispielsweise walken sind deshalb sehr gut geeignet. Trotzdem darf sich die sportliche Betätigung nur in einem angemessenen Rahmen befinden. Ein Marathon ist sicherlich keine gute Idee, schon gar nicht, wenn man bereits im neunten Monat ist. Bevor man sich für eine Sportart entscheidet, sollte man auf jeden Fall vorher mit seinem behandelnden Arzt sprechen. Er kann individuell beraten – die allermeisten werden aber wohl keinen Marathon erlauben.

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