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Dunkle Wolken auf der Kinderseele – die Depression

Die Meldung das Depressionen mittlerweile zur modernen Volkskrankheit mutiert ist erschreckend, ohne Frage. Welche Mutter oder welcher Vater fragt sich in Anbetracht dieser Tatsache nicht auch manchmal ob das eigene Kind vielleicht nicht auch von dieser Krankheit betroffen ist.

Diese Gedanken treten vor allem dann auf, wenn man eben nicht ein kleines Temperamentsbündel sein Eigen nennen darf, sondern einen stiller nnd leisen Vertreter auf die Welt gebracht hat. Durch die Flut an Informationen fällt hier schnell einmal die Schlussfolgerung, dass irgendetwas nicht normal ist. Weil das eigene Kind eben doch so anders ist als die anderen Kinder. Allerdings bedeutet dies nicht gleich immer, dass  genau Dein Kind von einer Depression betroffen ist.

Nur eine geringe Anzahl von Kindern sind tatsächlich von Depressionen betroffen

Zwar hat die Zahl der Depressionserkrankungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen, doch Kinder bilden hier mit „nur“  maximal zwei Prozent einen geringen Anteil im großen Ganzen. Denn die Spanne von normalem Verhalten bis hin zu einem abweichenden Verhalten ist breit gefächert. Wie es bei erwachsenen Menschen verschiedene Charaktere gibt, so ist es auch bei Kindern die Vielfältigkeit der Charaktere absolute  Normalität.

Was kann zu einer kindlichen Depression führen?

Depression bei KindernUnd genau an diesem Punkt kommst Du als Mama oder Papa ins Spiel. Wie bei vielen anderen Erkrankungen auch ist die Depression eine Erkrankung die „vererbt“ werden kann. Hier spricht man dann von den sogenannten pränatalen Faktoren, die eine Anfälligkeit für beispielsweise eine Depression begünstigen können. Ein weiterer nicht unerheblicher Faktor spielt die Umwelt. Auch hier können sowohl be- als auch entlastende Einflüsse auf dein Kind einwirken.

Depressionen erkennen

Wer den Eindruck hat das das Kind ungewöhnlich still und ernst ist, sollte genauer hinschauen. Das bedeutet Fragen zu stellen und zwar Dir selber. Ist beispielsweise gerade eine schwierige Situation für dein Kind wie Kindergartenwechsel, Verlust eines nahen Verwandten oder in der Familie herrschen Unstimmigkeiten etc. Dies alles können Faktoren sein die bei Kindern eine depressive Verstimmung bzw. eine Trauer auslösen. Dieser Zustand ist aber zeitlich begrenzt und nicht gleich eine depressive Störung.

Hier heißt es dann als Eltern genau hinzusehen und zu beurteilen ob es tatsächlich nur eine Momentaufnahmen ist oder aber ob der Nachwuchs wirklich dauerhaft bedrückt und niedergeschlagen wirkt.

 HIER haben wir noch etwas ausführlicher über die Selbstdiagnose geschrieben.

 Das stille Kind – Ein Problemfall?

Gerade die stilleren und ernsten Kinder sollten seelisch entlastet werden, soweit es natürlich im Rahmen des Möglichen liegt. Das bedeutet jetzt nicht, dass Du das Kind in Watte packen sollst. Oftmals sind es schon Kleinigkeiten die durchaus viel Positives beim Verhalten der Kleinen auslösen können. So lohnt sich beispielsweiser mal ein genauer Blick auf die Grundstimmung in der Familie. Herrscht bei Euch zuhause eher eine ernste und barsche Grundstimmung ist das bestimmt nicht die beste Voraussetzung ein stets fröhliches und aufgewecktes Kind zuhause zu haben.

Denn hier greift wieder das alte Sprichwort „Mit gutem Beispiel voran gehen“. Denn nur das was Du deinem Kind vorlebst kann es auch übernehmen.

Kannst Du nichts Widriges an der momentanen Lebenssituation finden und bist beunruhigt, dann sollte der Gang zum Kinderarzt gehen. Es muss nicht sofort der Psychiater sein. Kinderärzte haben durchaus einen sehr guten Einblick in die Materie und können erste Einschätzungen vornehmen.

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