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Diphterie – Echter Krupp

Früher kam die Diphterie bei Kindern relativ häufig vor, heute ist sie selten geworden. In früheren Zeiten erhielt die Krankheit aufgrund der schweren Atemnot, unter der die erkrankten Kinder leiden, können den Bei-Namen „Würgeengel der Kinder“. Zirka alle 30 Jahre kommt es zu Diphterie-Epidemien. Ausgelöst werden sie durch gesunde Menschen, die das Bakterium Corynebacterium diphteriae in sich tragen, ohne daran zu erkranken. Durch Husten oder Niesen wird das Bakterium in den meisten Fällen übertragen und siedelt sich auf den Schleimhäuten im Mund- und Rachenraum an. Kommt es bei Kindern zu gräulichen Belägen auf den entzündeten Mandeln, leichtem Fieber und stark geschwollenen Kieferlymphknoten, spricht man von der Rachendiphterie. Diese kann sich zur Kehlkopfdiphterie ausbreiten, die mit bellendem Husten, Heiserkeit und Atemnot einhergeht. Man spricht in solchen Fällen vom Echten Krupp.

Ausbreitung auf Herz und Nerven

Auf den Schleimhäuten bilden die Bakterien verschiedene Gifte, die zum einen ein Absterben der Schleimhautzellen, zum anderen die Durchlässigkeit der Blutgefäße bewirken. Dadurch kann es zu einer Einschwemmung der Gifte in den Blutkreislauf kommen, was mit schwerwiegenden Komplikationen verbunden sein kann. Über das Blut gelangen die Gifte zu verschiedenen Organen und lösen dort Entzündungen aus. Besonders häufig treten Herzmuskelentzündungen oder Entzündungen von Nerven sowie Lunge auf. Diese Krankheiten entwickeln sich oft nicht im akuten Stadium der Diphterie, sondern erst Monate nach der Erkrankung und können dann zum Tode führen. Bei der Behandlung erhalten die Patienten Antibiotika und ein Gegengift. Außerdem sind Bettruhe und Halswickel äußerst wichtig. Bei Kindern liegt die Sterblichkeitsrate bei unter fünf Prozent.

Um Kinder vor der Diphterie zu schützen, empfiehlt die Ständige Impfkommission wiederholte Impfungen im zweiten, dritten und vierten Lebensmonat sowie im Alter von zirka einem Jahr. Zwei Auffrischungsimpfungen erfolgen bis zum Alter von 18 Jahren.

Weitere Kinderkrankheiten

Diphterie Meningokokken
Keuchhusten Humane Papillomaviren (HPV)
Haemophilus influenzae Typ B Masern
Kinderlähmung (Poliomyelitis) Mumps
Hepatitis B Tetanus / Wundstarrkrampf
Pneumokokken Röteln
Windpocken

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