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Der Keuchhusten

Wie viele Kinder in Deutschland an Keuchhusten erkranken, ist unbekannt, da keine Meldepflicht besteht. Lediglich, wenn ein Kind oder Erwachsener an Keuchhusten stirbt, muss dies gemeldet werden. Todesfälle bei Kindern sind jedoch äußerst selten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt Säuglinge im Alter von zwei, drei und vier Monaten sowie mit einem Jahr gegen Keuchhusten impfen zu lassen. Bis zur Volljährigkeit werden zwei Auffrischimpfungen empfohlen. Keuchhusten, mit lateinischem Namen Pertussis, wird von dem Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst. Durch Tröpfcheninfektion, also Husten, Niesen, Nase putzen, kann der Erreger in den Nasen-Rachenraum anderer Menschen gelangen und sich dort in den Atemwegen verbreiten. Nicht das Bakterium selbst sorgt für die auftretenden Beschwerden, sondern die Gifte, die der Erreger bei seiner Vermehrung produziert. Nach durchschnittlich zehn Tagen treten bei infizierten Kindern oder Erwachsenen die ersten Symptome auf.

Lebensgefährlich für Säuglinge

Arzt untersucht ein Kind in OrdinationIm ersten Stadium, welches etwa ein bis zwei Wochen dauert, leidet der Erkrankte unter grippeähnlichen Symptomen. In diesem Stadium ist er hoch ansteckend. Bis zu sechs Wochen dauert das zweite Stadium, welches sich durch krampfartigem Husten auszeichnet. Beim Einatmen hört man ein ziehendes Geräusch. Wenn ein solcher Hustenanfall beendet ist, wird ein klarer Auswurf ausgespuckt. Der Husten in diesem Stadium ist sehr anstrengend für das Kind und mit Komplikationen aufgrund des entstehenden Drucks verbunden: So kann es zu Schäden der Bauchwand oder der Lunge, einem Vorstülpen des Rektums oder Einblutungen in die Bindehaut kommen. Möglich sind außerdem Lungenentzündungen, Gehirnentzündungen oder Mittelohrentzündungen. Im letzten Stadium nehmen die Hustenanfälle langsam wieder ab.

Aufgrund der Schwere der Erkrankung, die mit Atemstillständen und Schäden im Gehirn einhergehen kann, ist Keuchhusten für Säuglinge lebensbedrohlich.

Symptomatische Therapie

Die Therapie von Keuchhusten findet im Allgemeinen nur symptomatisch statt. Ein Antibiotikum hilft nur dann, wenn es im ersten Stadium verabreicht wird. Haben die Bakterien erst Gifte in ausreichenden Mengen produziert, hilft das Antibiotikum in der Regel kaum. Treten Komplikationen auf, werden die konkret behandelt.

 

Weitere Kinderkrankheiten

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Keuchhusten Humane Papillomaviren (HPV)
Haemophilus influenzae Typ B Masern
Kinderlähmung (Poliomyelitis) Mumps
Hepatitis B Tetanus / Wundstarrkrampf
Pneumokokken Röteln
Windpocken

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