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Das Reggio Kindergarten Konzept – die Welt experimentierend erfahren

Reggio-Kindergärten sind in Deutschland noch eher selten. Bisher gibt es rund hundert Einrichtungen, die nach diesem Konzept arbeiten.Die Reggio-Pädagogik ist benannt nach der  norditalienischen Stadt Reggio Emilia. Die Pädagogik entstand in der Nachkriegszeit, als die Frauen gezwungen waren zu arbeiten und ihre Kinder alleine zu Hause zu lassen. Um diesen Kindern eine entsprechende Erziehung angedeihen zu lassen, wurde zwischen 1962 und 1973 diese Pädagogik entwickelt.

Seit den 1980er Jahren interessierten sich auch andere Länder für diese Pädagogik. Es verwundert also nicht, dass sie bei uns noch weitgehend unbekannt ist. Im Bild vom Kind wird das Kind, ganz ähnlich wie in der Montessori-Pädagogik, zum Entwickler und Konstrukteur seines eigenen Wissens und Könnens. Der eigenen Neugierde kommt eine hohe Bedeutung zu. Das Kind hat natürliche Gaben und Fähigkeiten, die es zu entwickeln gilt. Die wichtigste Gabe des Kindes, ist sein Hang zu forschen und zu experimentieren.  Dabei ist zweierlei gemeint: Zum einen will das Kind die Welt verstehen und in Beziehung zu sich selber bringen. Also alles, was mit seiner Umwelt zu tun hat. Zum anderen will es durch Experimente, also durch Versuch und Irrtum lernen. Es erweitert auf ganz natürliche und selbstverständliche Art und Weise seinen eigenen Handlungsspielraum und lernt Zusammenhänge zu verstehen und zu begreifen. Identität ist kein Produkt, sondern wandelt sich ständig infolge von Erfahrungen, Kommunikation und spielerischem Lernen.

Lernen ist die aktive Auseinandersetzung mit der gegenständlichen und sozialen Umwelt. Lernen ist ein erkundendes Tun. Sinnliche Erfahrungen sind wichtig für die kognitive Entwicklung. Ganz praktisch spielen Projekte in der Reggio-Erziehung eine große Rolle, um alltagsbezogene Fertigkeiten zu erlernen. Daneben sind Spielhandlungen wichtig, wie Bauspiele, Entdeckungs- und Erkundungsspiele. Doch auch gemeinschaftliche Handlungen wie Morgenkreis, Ausflüge, Feste, oder Dienste sind wichtige Elemente der Reggio-Pädagogik. In der Erziehung werden Projekte nicht als Einzelveranstaltung angeboten, sondern sind in den täglichen Alltag eingebunden.

Für die Erzieher heißt das, sie zeigen eine sich zurücknehmende, wohlwollende Begleitung der Kinder. Sie nehmen am Geschehen als Forscher teil und fordern durch Impulse das Tun der Kinder. Eltern sind die Experten ihrer Kinder und selbstverständlich wichtige Partner in der Erziehung.

 

Abschließend noch ein Beispiel eines Kindergartens in NRW der nach den Grundregeln der Reggio Pädagogik fördert. Zum Kindergarten Trotzköpfe e.v.

 

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