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Betreuungsgeld ist unterwegs

Möglichst noch vor der Sommerpause soll im Bundestag das Gesetz zum Betreuungsgeld behandelt werden. Wie die Bundesregierung veröffentlichte, verabschiedete das  Kabinett jetzt einen Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld, der über die Bundestagsfraktionen in den Bundestag gelangen soll. Noch zum 1. Januar 2013 kommt demnach das Betreuungsgeld.

Monatlich 100 Euro

Laut Gesetzesentwurf erhalten Eltern, die ihr Kind nicht in öffentlich geförderten Stellen betreuen lassen oder erwerbstätig sind, 100 Euro monatlich für Kinder, die sich im zweiten Lebensjahr befinden. Ab dem Jahr 2014 wird dieser Betrag auf 150 € monatlich für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr erhöht. Eltern, die Arbeitslosengeld 2 beziehen, haben keinen Grund zur Freude über ein Zubrot: Da der Betrag als Einkommen angerechnet wird, wird er ihnen vom Arbeitslosengeld abgezogen.

Die Bundesregierung begründet diesen Entwurf damit, dass die Wahlfreiheit der Eltern ihr am Herzen liegt. Doch haben Eltern mit dem Betreuungsgeld wirklich die Wahl? Können sie ihr Kind für 100 beziehungsweise 150 Euro im Monat betreuen lassen und berufstätig sein?

Günstige Betreuung gesucht

Das Betreuungsgeld wird bezahlt, wenn Kinder in privaten Kindergärten tagsüber untergebracht sind. Solche privaten Träger sind jedoch meistens teurer als 100 Euro im Monat; mehrere hundert Euro sind hier realistischer. Auch eine Tagesmutter ist nicht für diesen Betrag zu finden. Hat man ein relativ großes Haus mit einem leer stehenden Zimmer ist vielleicht ein Au-Pair, welches knapp 300 € Taschengeld plus Kost und Logis erhält noch die günstigste Lösung. Da ein Au-Pair aber täglich nur maximal sechs Stunden arbeiten darf, kommt es für berufstätige Mütter und Väter ebenfalls meistens nicht in Frage. Abgesehen davon, dass die Wohnsituation der durchschnittlichen Familie anders aussieht.

Welche Wahl haben Eltern also? Scheinbar nicht umsonst wird das Betreuungsgeld oft „Herdprämie“ genannt.

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1 Kommentar

  1. 100€ sind doch ohnehin viel zu wenig für ein Kind. Dieses Betreuungsgeld wird armen Familien, bzw. ihren Kindern nur schaden.