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Betreuung durch die Großeltern?

In den vergangenen Wochen sorgten Pläne der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) für reichlich Diskussionsstoff. Sie hat vorgeschlagen, die bestehende Elternzeit zu reformieren und eine Großelternzeit zu integrieren.

Großelternzeit von Familienministerin geplant

Nach Vorstellung der Ministerin sollen zukünftig auch Oma und Opa einen Rechtsanspruch darauf haben, für einige Monate ihre Enkel betreuen zu können. Sie würden für die Zeit von ihrer Arbeit freigestellt werden und hätten einen besonderen Kündigungsschutz. Sie sieht die Zeit für ein solches Modell gekommen, da die Großeltern schon jetzt für Erziehende oft ein notwendiger Bestandteil seien, ohne den sie häufig ihren Alltag mit Kindern kaum bewältigen könnten.

Oma und Opa könnten demnach ihre Großelternzeit in Anspruch nehmen, auch wenn sich Mama oder Papa im gleichen Zeitraum in der Elternzeit befinden. Dies ist außerdem möglich, wenn die Großeltern zusammen mit dem Enkelkind im gleichen Haus leben. Die Auszeit könne aber nur eingeklagt werden, wenn sie bei einem Unternehmen angestellt sind, das mehr als 15 Angestellte beschäftigt.

Kein finanzieller Ausgleich für Oma und Opa

Sicherlich ist dieser Vorschlag ein Schritt in die richtige Richtung, Familien wieder zusammenzuführen und Kindern eine gute und liebe volle Betreuung durch Oma und Opa zu ermöglichen. An der Umsetzung wird das Projekt sicherlich scheitern, da es nicht vorgesehen ist, sie während der Großelternzeit finanziell zu entschädigen. Nimmt ein Teil der Großeltern dieses Angebot wahr, muss der andere so viel Geld verdienen, damit beide über die Runden kommen können. Dass dies bei den meisten Paaren eher nicht zutreffen wird, wird vorauszusehen zu sein. Daher scheint die Großelternzeit nach den derzeitigen Planungen nur für Gutverdienende möglich zu sein.

So schreibt die Welt ( Streit um Koalitionsprojekte)

Vereinzelt äußerten Abgeordnete laut Teilnehmerangaben die Sorge, dass mit der FDP-Forderung nach Abschaffung der Praxisgebühr eines der wenigen Instrumente der Selbstbeteiligung der Bürger an den Gesundheitskosten wegfallen könnte.
Wirtschaftsminister Philipp Rösler sieht weitere keinen Spielraum für zusätzliche teure Leistungen wie die Großelternzeit oder die beitragsfinanzierte Zuschussrente. Ansonsten werde das Ziel der Haushaltskonsolidierung infrage gestellt, erklärte der FDP-Vorsitzende. Kritik aus der Union an seiner Haltung wies er zurück. Neue Sozialleistungen bekämen immer Beifall, die Frage nach der Bezahlung sei immer unbequem.

 

Selbst Rentner können ihre Ruhe nicht mehr so genießen, wie es früher einmal war. Immer mehr alte Menschen nehmen einen Minijob an, da sie so ohne die Abgabe von Steuern ihre Rente um bis zu 400 Euro erhöhen können. Seit 1999 hat sich die Zahl der Rentner, die einen  Job ausüben nahezu um 100 % erhöht.  Ein großer Teil von ihnen hat dabei nicht nur einen Minijob, sondern arbeitet Vollzeit. Oma oder Opa, die auf selbstständiger Basis etwas verdienen, wurden bei dieser Statistik nicht berücksichtigt.

Ob diejenigen, die theoretisch Zeit für ihre Enkelkinder hätten, das Angebot in Anspruch nehmen dürfen, ist noch nicht diskutiert. Empfänger von Arbeitslosengeld 2 müssen dem Arbeitsmarkt theoretisch zur Verfügung stehen; selbst ehrenamtliche Arbeit muss demnach gemeldet und bewilligt werden. Darf eine Frau, die ALG 2 bezieht, dann ihre Tochter oder den Sohn entlasten, indem sie für ein halbes Jahr die Betreuung des Enkels übernimmt?

Elternzeit soll flexibler werden

Die Elternzeit soll aber auch in weiteren Punkten reformiert werden. War es bisher möglich die dreijährige Elternzeit in den ersten drei Lebensjahren des Kindes zu nehmen und dabei bei Bedarf zwölf Monate flexibel auf die Jahre bis zum achten Lebensjahr zu übertragen, sollen hier Veränderungen eintreten.  Die Elternzeit, die in den ersten Lebensjahren nicht genommen und dann auf die folgenden Jahre übertragen werden kann, soll von zwölf auf 24 Monate verdoppelt werden. Nicht mehr bis zum achten, sondern dann bis zum 14. Lebensjahr des Kindes könne der Übertrag dann in Anspruch genommen werden.

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